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Panikattacken im Flugzeug

Panikattacken im Flugzeug

Panikattacken im Flugzeug sind eine äußerst unangenehme Sache. Anders als in der Straßenbahn oder im Auto kann man nicht mal eben so aussteigen oder anhalten, wenn einen die Panik überfällt. Man ist der Situation ausgeliefert und kann nicht fliehen. Das ist der Grund, warum viele Menschen, die bereits eine Panikattacke im Flugzeug erlitten haben, Flüge vermeiden.

Panikattacken und Flugangst

Viele Menschen, die Angst vor Panikattacken im Flugzeug haben, sind auch von Flugangst betroffen. Dies ist jedoch nicht zwingend der Fall. Es gibt auch Menschen, die zwar dem Flugzeug vertrauen, aber Angst vor dem Eingeschlossensein haben oder vor der Tatsache, dass Ihnen (im Krankheitsfall) dort oben vielleicht nicht geholfen werden kann.

Am Ende ist eine Panikattacke im Flugzeug nicht anders zu sehen, als eine Panikattacke im Bus, in der Bahn oder zu Hause auf dem Sofa. Es handelt sich um eine Kampf/Flucht-Reaktion der Körpers aufgrund eines psychischen Vorwarnsystems. Zur Panik kommt es, weil das Unterbewusstsein zusammen mit dem Bewusstsein (fälschlicherweise) von einer bedrohlichen Situation ausgeht. Die bedrohliche Situation, die man befürchtet, kann der Flugzeugabsturz aber auch die Angst vor der Panikattacke, die Angst vor der Blamage vor Anderen oder die Angst im Flugzeug zu sterben, sein.

Vorbeugung gegen Panikattacken im Flugzeug

Für von Angst und Panik Betroffene beginnt die Vorbereitung auf den Flug schon bei der Buchung. Ein paar Dinge kann man schon im Vorfeld dafür tun, dass die Wahrscheinlichkeit eine Panikattacke im Flugzeug zu erleiden, geringer wird.

Buchung des Flugs - Panikprävention

Buchung des Flugs
Zunächst würden wir empfehlen, bei der Buchung darauf zu achten, auf Flüge am frühen Morgen oder in der Nacht zu verzichten, da durch die Störung des Schlafrhythmus das Paniksystem früher aktiviert wird. Buchen Sie daher – soweit es Ihnen möglich ist – einen Flug am Vor- oder Nachmittag. Wenn Sie nicht gerne am Fenster oder in der Mitte sitzen, buchen Sie sich von vornherein einen Gangplatz.

Flughafen kennenlernen - Angsttraining Flughafen

Wenn Ihnen bereits die Flughafenatmosphäre und der Anblick von Flugzeugen Angst bereitet, besuchen Sie denselben Flughafen, an dem Sie abfliegen werden, ein paar Mal, gehen dort etwas Essen, kaufen etwas ein und kaufen sich ein Ticket für die Besucherterrasse und beobachten Sie, wie die Flugzeuge starten und landen. Insbesondere als derjenige, der Angst vor dem Versagen der Technik hat, sollten sie sich anhand der vielen Starts und Landungen klar machen, dass diese Art der Fortbewegung außerordentlich sicher ist. Aber auch wenn Sie eine andere Angstform haben, wird Ihnen der Besuch des Flughafens helfen, diesen Ort als angenehm kennenzulernen. Diese Erinnerung können Sie dann am Tag des Fluges wieder wachrufen.

Am Tag des Fluges - Angstprävention

Am Tag des Fluges begeben Sie sich möglichst frühzeitig zum Flughafen. Stressige Last-Minute Aktionen führen nur zur einer Erhöhung des Adrenalinspiegels und steigern daher die Wahrscheinlichkeit einer Panikattacke.

Check-In

Bereits beim Check-In achten Sie darauf, dass Sie sich entweder mit Ihrer Begleitung unterhalten oder Musik hören oder andere Menschen beobachten. Beschäftigen Sie sich und lassen Sie aufkommende Angstgedanken möglichst sanft wieder aus Ihrem Bewusstsein verschwinden. Erinnern Sie sich daran, dass Kampf oder Flucht vor den Gedanken nicht weiterhelfen. Sprechen Sie sich Mut zu, dass Sie die Situation schon schaffen werden, auch wenn Sie Angst haben.

Sicherheitskontrolle

Sicherheitskontrolle
Bei der Sicherheit angekommen legen Sie Ihre Sachen in aller Ruhe ab. Hektik schadet nur.

Gate

Am Gate angekommen folgt meist noch eine gewisse Wartezeit. Jetzt ist es wichtig sich weiter zu beschäftigen oder zu unterhalten. Alternativ kann man sich noch eine Zeitung oder Buch kaufen oder noch etwas Essen gehen.

Wichtig insgesamt: Sie sollten vor dem Flug etwas gegessen und getrunken haben. Viele Panikattacken werden durch Unterzuckerung hervorgerufen.

Angstvorbeugung beim Einstieg ins Flugzeug

Einstieg ins Flugzeug
Machen Sie es sich im Flugzeug gemütlich und lassen Sie sich dort tief in den Sitz fallen. Wenn Sie Verspannungen bemerken, sollten Sie eine Atemübung, autogenes Training oder – wie von vielen Flugangstexperten empfohlen – progressive Muskelrelaxation machen. Das baut Spannungen ab. Denn es gilt: in einem entspannten Körper, gibt es keine Panik. Man kann gezielt durch die Entspannung des Körpers auch auf die Angstgedanken Einfluß nehmen.

Angst und Panik beim Start des Flugzeugs

Das Flugzeug rollt zur Landebahn. Mit großer Geschwindigkeit wird man nun in die Sitze gepresst und das Flugzeug hebt ab. Insbesondere für von Flugangst Betroffene eine schwierige Phase. Setzen Sie Ihre Übungen fort oder unterhalten Sie sich mit Ihrer Begleitung oder dem Sitznachbarn. Ablenkung hilft am Ende immer. Das Gehirn kann nämlich grundsätzlich nur eine Sache wirklich gleichzeitig machen. Wenn man sich dem Gespräch oder einem Buch hingeben kann, ist kein Platz mehr für Panik.

Angst und Panik bei und vor Turbulenzen

Ja, es gibt sie: die Situationen in denen das Flugzeug in ein "Luftloch" fällt. Dies kann auch mal heftiger ausfallen, so dass man dem Rat des Anschnallens während des gesamten Fluges im eigenen Interesse folgen sollte. Andererseits sind Turbulenzen völlig normal und sind keine Gefahr für das Flugzeug. Die Flugkapitäne werden jedenfalls nicht bewusst in ein Gewitter hinein fliegen, so dass die Turbulenzen meistens auch nicht so schlimm sind. Dennoch treten sie immer mal wieder auf. Das Flugzeug ist jedoch für derartige Luftsstromveränderungen (was Luftlöcher nämlich eigentlich sind) gebaut und man braucht sich keine Sorgen um einen Absturz zu machen. Versuchen Sie Ihre Übungen fortzusetzen und die Spannung im Körper abzubauen.

Soforthilfe Panikattacke im Flugzeug

Der Ernstfall: die Panikattacke
Manchmal kann man es einfach nicht verhindern. Der Stresslevel war zu hoch und die Panikattacke erwischt sie im Flugzeug. Sie wollen am liebsten raus, aber das geht nicht. Versuchen Sie nun Ihre verengte Sichtweise wieder zu erweitern. Machen Sie sich zunächst klar, dass die Panikattacke nicht gefährlich ist und sie regelmäßig nach einer knappen halben Stunde vorbei ist, da das Alarmsystem des Körpers irgendwann wieder abgestellt wird. Versuchen Sie Ihre Umgebung wahrzunehmen. Zählen Sie auf, welche Gegenstände sie im Flugzeug sehen, welche Geräusche sie hören und was sie fühlen. Die Angst- und Panikgedanken werden sich mit großer Sicherheit dazwischen schieben wollen. Bleiben Sie aber dran und setzen Ihre Achtsamkeitsübungen fort. Irgendwann, wenn Sie konsequent waren, und Ihre Aufmerksamkeit nach Außen in das Hier und Jetzt und weg von Ihren Angstgedanken gerichtet haben, wird die Panik wieder verschwinden.
Je nachdem wie lange Sie bereits unter Panikattacken leiden, werden Sie durch diese Erfahrung, dass Sie sich sogar bei einer Panikattacke im Flugzeug selbst beruhigen konnten, künftig möglicherweise weniger vor Panikattacken ängstigen, was wiederum dazu führen wird, dass Sie auch weniger auftreten werden.

Medikamente gegen Angst und Panik im Flugzeug

Noch etwas zu Medikamenten gegen Panik
Vom Einsatz von Tranquillizeren, wie Valium, Tavor, Xanax oder Tafil würden wir grundsätzlich abraten. Die Medikamente wirken in der Luft häufig anders als am Boden. Zudem kann man auf diese Weise nicht lernen, mit der Angst sachgerecht umzugehen.

psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de

Eigene Erfahrungen

Wenn Sie selbst Erfahrungen mit Panikattacken in Flugzeugen gesammelt haben, schreiben Sie sie doch bitte in unser Forum (auch anonym).

Weiterführende Partnerseite

Wenn Sie insbesondere unter Flugangst leiden, besuchen Sie bitte auch unsere Partnerseite: www.flugangst-loswerden.de