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Panikattacken - Betroffene berichten

Berichte von Angst / Panik - Betroffenen

Auf dieser Seite stellen wir Berichte von Betroffenen vor, die von Angst und Panik betroffen sind oder waren. Ziel dieses Bereichs der Seite ist es, zu zeigen, daß man durchaus nicht allein ist mit seinen Ängsten und Symptomen. Viele werden sich in den Schilderungen wiedererkennen. Wenn Sie Ihre eigenen Erfahrungen auf dieser Weise vorstellen und andere daran teilhaben lassen wollte, können Sie uns gerne Ihre Texte übermitteln. Wir werden Sie (natürlich anonymisiert) veröffentlichen. Bitte senden Sie Ihre Beiträge an kontakt@panikattacken-besiegen.de.

Erfahrungsberichte auf Video

Sarah 29 - Panikattacken seit 11 Jahren

Meine Geschichte der Panikattacken ist recht lang. Im Moment geht es mir ganz gut, aber die Panik ist etwas, was man wohl nie richtig vergessen kann. Aber man kann mit bestimmten Methoden die Sache in den Griff bekommen.

Das erste Mal traten Panikattacken bei mir mit 18 auf, beim Sport. Ich hatte ein paar Tage zuvor ein paar Herzstolperer bemerkt, aber der Sache keine große Bedeutung beigemessen. Dann bei einem 3000m Lauf war ich auf einmal recht erschöpft und ich meinte wieder einen Herzstolperer zu fühlen. Auf einmal wurde mir übel und ich habe den Lauf abgebrochen. Da war dann dieser kleine Gedanke: "habe ich möglicherweise etwas am Herzen?". Ich setzte mich auf eine Bank und dort beruhigte ich mich zunächst etwas. Dann aber nahm das Herz Fahrt auf und begann heftigst zu rasen. Ich dachte, daß das Herz mir aus dem Brustkorb springen würde. Ich dachte an einen Herzinfarkt. Dann hat mein Sportlehrer mich zum Arzt geschickt. Der sagte lapidar: "Das sind Herzrythmusstörungen". Das beruhigte nicht wirklich. Er hat mich dann zum Kardiologen geschickt. Ergebnis: alles ok. Aber das Herzrasen trat wieder auf, auch in der Schule, dann unterwegs in der Stadt, sogar zu Hause und die Taktung wurde immer häufiger. Innerhalb von wenigen Wochen war ich auf einmal so eingeschränkt, daß ich kaum mehr die Wohnung meiner Eltern verlassen konnte. Zur Schule habe ich es dann auch nicht mehr geschafft. Aus Angst vor einer unentdeckten Krankheit habe ich etliche Ärzte aufgesucht und bin einige Male in den Ambulanzen der Krankenhäuser gelandet. Irgendwann hat mein Verstand dann begriffen, daß ich kein physisches, sondern ein psychologisches Problem habe. Das hielt jedoch die Panikattacken und die Ängste vor körperlichen Erkrankungen bei mir nicht davon ab, immer wieder aufzutreten. Wenn ich keine Attacke hatte, wußte ich: ich muß über eine Psychotherapie oder andere Hilfsmittel meine Krankheit heilen. Wenn aber wieder eine Attacke auftrat, war ich mir dessen nicht so sicher: möglicherweise ist mein Körper doch nicht gesund, vielleicht muß ich bald sterben.... Diese Gedanken steigerten die Panik und vor allem die Angst vor der Angst. Geholfen hat mir am Ende eine Verhaltenstherapie, bei der ich gelernt habe, Abstand zu meinen Angstgedanken zu bekommen und mich gleichzeitig selbst zu regulieren und zu entspannen.

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