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Panikattacken Selbsthilfe - Woche 4

Woche 4 - Konfrontation mit der Panik

Nachdem Sie in den ersten Wochen eine Bestandsaufnahme gemacht haben, gelernt haben wie Sie sich - zumindest zeitweise schon einmal - besser entspannen können und welche Auswirkungen Sport, Ernährung und Lebensführung auf Panikattacken haben, geht es in der 4. Woche ans Eingemachte. Jetzt werden Sie versuchen, sich Ihren Panikattacken zu stellen. In der Psychologie ist dies auch als Konfrontationstherapie bekannt. Zugegeben: das ist erheblich leichter gesagt, als getan.

Angst vor der Angst

Für alle, die unter Panikattacken leiden, ist dies natürlich die schlimmste Vorstellung. Am liebsten würde man die Konfrontation natürlich vermeiden. Vermeidung ist die "Lieblingsstrategie" der Panikbetroffenen. Die Angst vor der Angst läßt einen die angstauslösende Situation immer wieder vermeiden und dadurch verfestigt sich die Angst. Häufig erweitert sich die Angst jetzt auch auf andere Bereiche des Lebens. Ohne die Angst vor den Panikattacken wären die meisten Paniksituationen übrigens gar nicht denkbar. Der menschliche Geist nimmt nämlich mit der Angst vor der Angst die angstmachende Situation bereits vorweg. Die Anspannung im Körper steigt und die Gedanken kreisen nur noch um die angstmachende Situation. Irgendwann wird es dann zuviel und der Körper reagiert mit Panik.

Vermeidung ist gefährlich bei Panikattacken

Wenn man aber verhindern will, daß die Angst immer tiefer wird oder auch andere Lebensbereiche erfaßt, der muß handeln und dies geht nicht ohne Begegnung mit der Angst. Vermeidung ist - wie viele bereits wissen - nämlich eines der ungeignetesten Mittel gegen die Panikattacken.

Nicht gegen Panik kämpfen

Aber auch eine weitere Strategie gegen die Angst und die Panik hat sich als wenig hilfreich erwiesen: das Ankämpfen gegen die Panikattacken. Wenn Sie unbedingt mit aller Macht die Panikattacken besiegen wollen und sozusagen mit sich selbst kämpfen, um eine Panikattacke zu vermeiden, wird sie mit großer Wahrscheinlichkeit trotzdem kommen. Anders als in einem wirklichen Kampf mit einem wilden Tier oder bei einem Überfall kann man den inneren Kampf nämlich nicht gewinnen. Die Strategie, sich selbst zu bezwingen ist zum Scheitern verurteilt. Man denke an das berühmte Spiel, nicht an einen rosa Elefanten denken zu dürfen. Spontan beim Lesen oder zumindest dann, wenn Sie versuchen, sich dagegen zu wehren, werden Sie einen wunderschönen rosa Elefanten vor dem geistigen Auge sehen. Ganz ähnlich läuft es auch beim Kampf gegen die Panikattacken. Es funktioniert nicht.

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Richtige Einstellung gegenüber der Panik

Das Einzige was funktioniert ist folgende Strategie: nähern Sie sich in kleinen - aber stetigen (!) - Schritten Ihrer Angstsituation an. Entwickeln Sie aufgrund der Bestandsaufnahme aus der ersten Woche einen Plan, wie Sie sich immer wieder etwas mehr zutrauen. Tun Sie es einfach. Probieren Sie es aus. Sie werden mit Rückschlägen zu kämpfen haben: das ist ziemlich sicher. Aber es gilt: dranbleiben! In der nächsten Woche erklären wir noch etwas intensiver, wie man genau mit der Paniksituation umgehen sollte, ohne zu vermeiden und ohne zu kämpfen.