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Panikattacken Selbsthilfe - Woche 2 - Relax

Woche 2: Entspannung neu erlernen

In der ersten Woche haben wir uns intensiv mit Deiner Angst beschäftigt und einige Erkenntnisse gewonnen. Diese Erkenntnisse genügen allerdings nicht. Denn die reine verstandsmäßige Betrachtung der Angstthematik verschafft zwar kurzfristig Klarheit im Kopf, läßt die Angst jedoch nicht verschwinden. Mehr noch: je mehr man sich mit den angstauslösenden Situationen beschäftigt und sie immer und immer wieder im Kopf durchlaufen läßt, desto mehr stärkt man die Verankerung im Kopf.

Deswegen geht es in dieser Woche und in den folgenden Wochen darum, sich mit den angstfreien Phasen zu beschäftigen. Die Erkenntnisse aus der ersten Woche lassen Sie bitte erst einmal ruhen und legen Sie beiseite.

In dieser Woche wollen wir die ersten Schritte machen, um Entspannung neu zu lernen. Viele von Panikattacken Betroffene haben es völlig verlernt, sich zu entspannen. Selbst in den panikfreien Zeiten und Zuständen sind sie angespannt und sorgengeplagt. Das wollen wir - und sollten wir ändern. Die Entspannung wird nicht sofort eintreten. Dazu braucht es etwas Zeit. Wichtig ist aber das Üben, Üben, Üben.
Wir lernen diese Woche einige Entspannungstechniken kennen, die Sie in Ihren Lebensalltag integrieren sollten. Wie Sie wollen, können Sie eine oder mehrere Entspannungstechniken anwenden.

Wichtig: Erwarten Sie nicht, daß Sie durch das Erlernend der Entspannungstechniken in dieser Woche Ihre Panikattacken loswerden. Hier geht es darum, langfristige Techniken zu entwickeln, die später ihre Früchte tragen werden. Also, suchen Sie sich eine oder mehrere der nachfolgenden Methoden aus:

Yoga

Yoga gegen Angst

Yoga stärkt und gleicht aus - ideal bei Panikattacken

Viele betrachten Yoga als Sport oder als Form der Gymnastik. Viele sprechen von Verrenkungen. Aber Yoga ist in der Tat erheblich mehr als Gymnastik. Yoga-Stile gibt es wie Sand an mehr und von manchen Yoga-Stilen profitiert der Körper mehr als von anderen. Ashtanga-Yoga beispielsweise dient als dynamischer Stil auch dem Aufbau der Kraft und der Energie im Körper. Allen Stilen ist aber gemeinsam, daß durch Yoga der Geist beruhigt wird, weil man sich meist ganz auf die Abfolge der Übungen und seinen Körper konzentriert. Ideal also, um für eine gewisse Zeit Entspannung zu üben. Ja, Entspannung läßt sich üben und trainieren, wie ein Muskel Die Denkmaschinerie im Kopf wird abgestellt, Sorgen verschwinden. Man kommt somit automatisch in den Zustand der Gegenwart, des Hier und Jetzt, in der es meist gar nichts zum Denken und Sorgen machen gibt. Somit ist bereits die Yoga-Übung selbst, eine Meditation in Bewegung, die einen vom Alltag abschalten lässt und sowohl kurz- als auch langfristig entspannt. Fast alle diejenigen, die mit Yoga begonnen haben, können von diesen positiven Effekten berichten. Yoga ist daher ein ideale Unterstützung bei der Angstbehandlung. Suchen Sie sich ein Yogastudio oder eine Yogagruppe an Ihrem Ort oder wenn Sie kein Yogastudio in der Nähe haben (aber nur dann), besorgen Sie sich ein Video. Lassen Sie sich im Yogastudio oder in der Gruppe Übungen für zu Hause zeigen und versuchen Sie, möglichst jeden Tag einige Yoga-Übungen zu machen, entweder im Studio oder zu Hause. Das födert die Kondition und beruhigt gleichzeitig den Geist. Gut investierte Zeit, die sich bei der Überwindung von Panikattacken auszahlt.

Meditation gegen Panikattacken

Meditation gegen Panik und Streß

Meditieren hilft beim Umgang mit Panikattacken

Von Panik und Panikattacken Betroffenen fehlt es an der Fähigkeit, sich selbst zu steuern und zu beruhigen. Sie werden von ihren Gedanken und Gefühlen überwältigt. Die Fähigkeit der Selbstregulation muß erst einmal wieder bzw. neu erlernt werden. Hierbei hilft regelmäßige Meditation. Mittlerweile ist auch wissenschaftlich anerkannt, daß die Meditation sich positiv auf die Gesundheit auswirkt. Während der Meditation sinken Blutdruck und Puls, die Gehirnwellen verändern sich und machen das Gehin ruhiger und gleichzeitig leistungsfähiger. Die Veränderung der Gehirnwellen ist mittlerweile medizinisch nachgewiesen. Hierzu hat man in diversen Experimenten Meditationserfahrene an EEG Geräte angeschlossen und signifikante Änderungen der Gehirnwellen erkannt. Hiermit ist nachgewiesen, daß Meditation den Körper in einen Entspannungszustand versetzt.

Gleichzeitig wirkt die Meditation positiv gegen die Angst. So hat man nachgewiesen, daß Menschen, die regelmäßig meditieren, weniger auf Angstauslöser reagieren und Depressionen gemindertet werden können.

Darüber hinaus verbessert sich das Allgemeinbefinden massiv. Die allgemeine Stimmung steigt, man ist besser gelaunt, macht sich weniger Sorgen und hat mehr Energie. Auch die Schlafqualität wird positiv beeinflußt. Gleichzeitig macht Meditation einfach ausgeglichener und glücklicher, da man lernt, negative Emotionen, Gedanken und Streß loszulassen. Besuchen Sie hierzu bitte unseren Bereich Meditation gegen Panik.

Achtsamkeit gegen Panik

Achtsamkeitsübungen gegen Panikattacken

Achtsamkeit hilft gegen Panik

Der Dritte Baustein dieser zweiten Woche des Selbsthilfeprogramms gegen Panik ist das Prinzip der Achtsamkeit oder engl. Mindfulness.
Achtsamkeit oder Mindfulness ist eine offene, akzeptierende und gleichmütige Einstellung gegenüber allen Emotionen und Gedanken, die in der Wahrnehmung, im Bewusstsein auftreten. Hierzu zählen sowohl echte Gedanken und Überlegungen, wie auch Gefühle von Angst, Trauer, Haß, Freude, Euphorie etc. wie auch körperliche Gefühle. Achtsam handelt, wer sich voll und ganz dem zuwendet, was er gerade macht bzw. was gerade passiert, ohne die Geschehnisse oder Gedanken zu bewerten. Wirklich im Hier und Jetzt zu sein, stoppt das ständige Geschnatter im Gehirn und reduziert somit nachhaltig den Streß. Ruhe und Gelassenheit verstärken sich. Durch das Erlernen der Achtsamkeit ohne ständige Bewertung von Gedanken und Gefühlen gewinnt man den weiten Blick auf die Dinge, kann sich aber andererseits leichter von einzelnen Themen leichter lösen, in die wir uns üblicherweise verbeißen, was zu Streß, Ängsten und Unwohlsein führt. Aus diesem Grund wird die Achtsamkeit auch mittlerweile in der Psychotherapie eingesetzt. Sie ist aber im Übrigen für jeden Menschen gewinnbringend einsetzbar. Achtsam sein, bedeutet konkret, im Jetzt zu bleiben und den Moment umfassend zu erleben und im Idealfall zu genießen. Dadurch kreiiert man Abstand zu den Problemen, man installiert im Kopf sozusagen einen inneren Beobachter. Je mehr dieser innere Beobachter aktiv ist, desto leiser wird das Affengeschnatter und so langsamer der Gedankenstrom und man wird nicht mehr von Gedanken und Gefühlen mitgerissen. Auf diese Weise lassen sich sogar die heftigen Gefühle der Panik und Angst mildern. Wie genau das Prinzip der Achtsamkeit funktioniert, werden wir in den nächsten Wochen mit verschiedenen Übungen erlernen. Werfen Sie jetzt schon mal einen Blick auf unsere Seite zu Achtsamkeit gegen Panik.

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